Marilyn Monroe lächelt. Halbnackt, angepinnt an einen Metallspind irgendwo in Korea, Vietnam, dem Irak. Das war erlaubt. Das war Tradition. Das war – nennen wir es beim Namen – heterosexuelle Erotik im Dienst der Kampfmoral.
Die US Army ist nun mal eine Bewahrerin der traditionellen Werte, und das meint ganz banal: Im Zweifel für den prallen Busen. Möpse gut, alles gut.
Schwule Soldaten hingegen? Verboten. Offiziell, per Gesetz, bis 2011.
„Don't Ask, Don't Tell" hieß die Politik, die Bill Clinton 1993 einführte – ausgerechnet ein Präsident aus Arkansas, jenem Staat, der bis heute eine unrühmliche Rolle bei der Einschränkung von Schwulenrechten spielt und zu jeden gehört, die wir für unseren Shop geblockt haben. Die Clintion Regelung war ein Kompromiss: Schwule durften dienen, solange sie schwiegen. Wer sprach, flog. Wer gefunden wurde, flog. Wer geliebt wurde und es zeigte, flog.
18 Jahre lang.
Marilyn blieb im Spind. Die schwulen Soldaten, die neben ihr schliefen, kämpften und starben, mussten unsichtbar bleiben.
2011: Obama hebt „Don't Ask, Don't Tell" auf.
Zum ersten Mal in der Geschichte der US Army durften schwule Soldaten offen dienen. Kein Versteckspiel mehr. Kein Schweigen als Preis für den "Dienst am Vaterland" - was immer auch darunter zu verstehen war.
Es dauerte keine 10 Jahre, bis Trump 2017 Transgender-Soldaten per Tweet aus der Armee verbannte. Biden machte es rückgängig. Trump machte Biden rückgängi, 2025 erneut.
Die Pinups blieben unangetastet.
Was sagt uns das?
Die US Army hat nie ein Problem mit Erotik gehabt. Sie hatte ein Problem damit, wessen Erotik sichtbar sein darf. Vollbusige Frauen an Metallspinden – traditionelle Werte. Zwei Männer, die sich lieben – Bedrohung der Kampfmoral.
Gay Art existiert seit Jahrtausenden – von den Griechen über die Renaissance bis heute. Und bei den Griechen übrigens gehörten schwule Soldaten zu den besten.
Siehe hierzu unseren Blogbeitrag zur Wahrheit über "Platonische Liebe"
Wir sind nicht wirklich besorgt, welche Sexsymbole in den Spinds der US Army hängen, dafür liegen uns die Armeen rund um die Welt zu wenig am Herzen. Insofern ist dieser Beitrag eher ein Zwischenruf zum Thema Diskriminierung schwuler und queerer Menschen. Ein Bild von uns in einem Spind würde die Army immerhin als "subversiv" empfinden, und das wäre ja auch schon etwas, was den USA von heute gut bekommen würde.
Bei KUNSTWERK BILDER zeigen wir, was die Kunstgeschichte ausgelassen hat – und was manche US-Staaten noch heute lieber nicht sehen würden. Deshalb sind einige von ihnen bei uns auch nicht willkommen. Die Liste der Schande ? siehst du unten.
Gay Art. Schwule Kunst für dein Zuhause. KUNSTWERK BILDER.
Wo KUNSTWERK BILDER in den USA nicht verfügbar ist – und warum
Gay Art ist Ausdruck von Freiheit, Identität und Würde. In einigen US-Bundesstaaten sind diese Werte durch Gesetze bedroht, die schwule Kunst, schwule Sichtbarkeit und sexuelle Selbstbestimmung aktiv einschränken oder kriminalisieren. Aus Gründen der Menschenrechte und zum Schutz unserer Kunden haben wir den Shop in folgenden Bundesstaaten bewusst gesperrt:
Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Idaho, Louisiana, Mississippi, Montana, Oklahoma, Tennessee, Texas.
Das ist keine technische Einschränkung. Es ist eine Entscheidung.
Wer in einem dieser Staaten lebt und unsere Kunst trotzdem liebt – wir verstehen das. Aber wir stehen für eine Welt, in der schwule Kunst nicht versteckt werden muss. Solange diese Staaten das anders sehen, sehen wir sie nicht als unseren Markt.








