



DER KUSS
DER MÄNNER


IN PARIS






KEIN TABU
UNSERE MISSION
Glad to be gay. Proud to be gay.
History - Wir waren schon immer da
Bilder, die nie gemalt wurden. Aber hätten gemalt werden sollen
Mal nicht schwul, aber schön
Wir sind viele, aber nicht alle. Gute Kunst für Friends & Family
Unsere Designs sind andersrum
Bunt wie unser schwules Leben
So viele Wohnungen schon von langweilen Wänden befreit




Lass' dich verführen
Spüre, wie bei uns die Erotik schwingt
Deine Wände werden dich lieben
Entdecke Kunst, die befriedigen kann. Gib deinen Wänden den Sexappeal, den sie verdienen
Schwul: direkt und offen
Wir müssen über Schwänze reden
Nicht jeder mag es explizit. Nicht jeder mag ein Bild aufhängen, das klar und deutlich Nacktheit zeigt; es könnte am Ende noch jemand auf die Idee kommen, dabei an Sex zu denken. Sowas aufhängen muss auch niemand. Aber wer es will, soll es gerne und mit Freude tun dürfen. Es geht um Kunst und Kunst soll zeigen, was ist. Aktbilder gehörten schon immer dazu. Und dennoch schlagen wir uns heute mit Moraldelikten herum, die ebenso aus der Zeit gefallen wie sinnlos sind. Und dürfen kein Geschlechtsteil zeigen, weil sonst der Schutz der Jugend verletzt würde. Schutz der Jugend vor sich selbst? So darf der Junge, der macht, womit wir alle in der Pubertät angefangen haben, nämlich sich fleißig selbst befriedigt - das sind mit 14 Jahren, so sagt die Statistik, mindestens 70% der Boys - so darf er nicht sehen, wie ein gemalter Penis aussieht, während er seinen eigenen vor dem Spiegel bearbeitet. Geht es noch absurder?
schwuler diskurs. ohne tabu
L'art pour l'art reicht nicht. Kunst ist politisch
L'art pour l'art ist Kunst um ihrer selbst willen. In einer modernen Gesellschaft ist dies nicht genug. Kunst muss uns voranbringen, alte Normen überwinden, Gegenwart und Zukunft gestalten. Dazu muss Kunst immer auch kontrovers sein. Für uns bedeutet dies, mit unseren Kunstwerken auch Themen anzusprechen, die in der schwulen und queeren Community nicht unumstritten sind. Schwuler Sex in öffentlichen Toiletten ist nicht jedermanns Sache, vermutlich nicht einmal Mainstream in der Gay Community. Lange Zeit aber war er ein Hauch von Freiheit, eine der seltenen Möglichkeiten für Schwule, ihr Menschenrecht auf Sexualität zu leben, wenn auch damals unter dem Verdikt der Verfolgung. Nicht nur aber auch deshalb machen wir ihn zum Thema. Weil er Tatsache ist. Und vor Tatsachen darf Kunst die Augen niemals verschliessen.
Schwule Liebe im KZ
Schwul zu sein ist Menschenrecht
Zwischen 1933 und 1945 wurden etwa 100.000 schwule Männer von den Nazis polizeilich erfasst, 50.000 verurteilt, bis zu 15.000 in Konzentrationslager deportiert. Sie trugen den rosa Winkel – ein Todesurteil. Die Überlebensrate lag bei nur 40 Prozent. Sie wurden gefoltert, kastriert, ermordet.
Nach 1945 blieb der Paragraph 175 in der verschärften Nazi-Fassung bestehen. Bis 1994. Schwule KZ-Überlebende erhielten keine Entschädigung, keine Anerkennung. Viele wurden erneut verurteilt – nach demselben Gesetz.
Heute, 2026, erleben wir einen Rollback: LGBT-freie Zonen in Polen, Verbote in Ungarn, Kriminalisierung in Russland, Todesstrafen in Uganda. Die Rhetorik ist dieselbe wie damals: „Gefahr für Kinder", „Bedrohung der Familie".
Nie wieder ist kein historisches Versprechen. Nie wieder ist jetzt.
Dieses Poster ist ein Mahnmal. Ein politisches Bekenntnis. Ein Aufruf zur Wachsamkeit. Für alle, die wissen: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Freiheit muss verteidigt werden.
Meinungen andersrum
Blogs & Essays
Unsere schwule Welt. Inhaltlich, meinungsstark, provokant
