RENOIR - SEXISMUS UND GENIE
Bilder, die nie gemalt wurden - Ab jetzt wird es schwul
Manche Maler kennt man, bevor man weiß, dass man sie kennt. Renoir ist einer von ihnen. Die tanzenden Paare im „Moulin de la Galette", die Haut im Gegenlicht, das Flirren von Sommernachmittagen auf der Seine – das ist ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, lange bevor man den Namen lernt. Renoir hat das Glück gemalt, als wäre es ein Aggregatzustand der Welt.
Pierre-Auguste Renoir wird 1841 in Limoges geboren, Sohn eines Schneiders. Kein bürgerliches Elternhaus, kein gesicherter Weg. Mit dreizehn malt er Porzellan in einer Fabrik – präzise, schnell, mit einem Auge für Oberfläche und Licht, das ihn nie verlässt. Paris, die École des Beaux-Arts, Monet als Freund und Mitstreiter. Gemeinsam entwickeln sie eine Sprache, die die Akademie verachtet und das Publikum zunächst verlacht: den Impressionismus. Keine glatten Konturen, keine heroischen Sujets. Stattdessen das flüchtige Licht auf Wasser, auf Haut, auf Stoff. Das Leben, wie es sich anfühlt, nicht wie es aussehen soll.
Renoir wird zu seinem berühmtesten Vertreter. Nicht weil er der Radikalste ist – Monet geht weiter, Cézanne denkt tiefer – sondern weil er der Sinnlichste ist. Seine Bilder wollen berührt werden. Sie strahlen Wärme aus wie Haut in der Sonne.
„Ich male mit meinem Schwanz."
— Pierre-Auguste Renoir
Dieser Satz war nicht als Provokation gedacht, sondern war sein ernstes Bekenntnis: Frauen waren für ihn Material – Körper, die existieren, um gemalt zu werden. Er hat ihnen Intellekt abgesprochen, sie als Objekte behandelt. Nicht weil er schwul gewesen wäre, er war ein durch und durch sexistischer Hetero Mann.
Hätte also dieser Renoir schwule Motive gemalt, wäre das nicht einmal wünschenswert gewesen. Wir brauchen und wollen solchen Charakter nicht. Wir wollen nur sein Genie.
Renoir war der Maler des französischen Impressionismus – kein anderer hat Licht, Haut und Zärtlichkeit so in Farbe übersetzt wie er. KUNSTWERK BILDER bemächtigt sich genau dieser Bildsprache: seiner Technik, seinem Licht, seiner sinnlichen Unmittelbarkeit. Und zeigt, wie schwule Liebe ausgesehen hätte, wenn jemand mit Renoirs Können, und nur seinem Können, sie gemalt hätte. Den schrägen Charakter überlassen wir der Kunstgeschichte.
Gay Art. Schwule Kunst für dein Zuhause. KUNSTWERK BILDER.